DVL-Landesverband Sachsen e.V.

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Stellenausschreibung

Der Landschaftspflegeverband „Oberlausitz“ e.V. hat zeitnah eine 0,5 Stelle als Bibermanager für den nördlichen Landkreis Görlitz zu besetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 10.10.2018.

Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie hier.

Tag der Sachsen und Erntedankfest










Bilder (LPV Torgau-Oschatz) li: Interessierte Gäste am Stand; Bild re: (v.l.) Ernteprinzessin, C. Volkmer (LPV Torgau-Oschatz), C. Kretzschmar von DVL-Landesverband, Staatsminister Schmidt, Erntekönigin

Dieses Jahr fand vom 07. bis zum 09. September 2018 der Tag der Sachsen in Torgau statt, der mit 285 000 Gästen sehr gut besucht war. Auch der DVL- Landesverband Sachsen war mit dem LPV Nordwestsachsen und LPV Torgau-Oschatz mit einem gemeinschaftlichen Stand vor Ort und informierten auf der „Grünen Meile“ interessierte Besucher über ihre Projekte.

Der Staatsminister Schmidt besuchte in Begleitung der Erntekönigin und Ernteprinzessin den Stand und auch Ministerpräsident Kretschmer probierte vom regionalen Streuobstwiesensaft.

Beim diesjährigen Streuobstwiesenwettbewerb im Raum Nordsachsen/Leipziger Land und Leipzig wurde u.a. Familie Thieme aus Lampertswalde auf der Gartenbühne mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Bild (LPV Nordsachsen)(v.l.): LPV-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Volker Tiefensee, Mareen Hielscher (LPV), Veronika Leißner, Gewinner Lars Thieme und Nordsachsens Landrat Kai Emanuel

Eine Woche später war der DVL- Landesverband Sachsen mit einem Gemeinschaftsstand des Elbe-Röder-Dreieck e.V. auf dem 21. Sächsischen Erntedankfest in Coswig anzutreffen. Der DVL- Landesverband Sachsen wurde durch das Regionalbüro Meißen vertreten. Vom 14. bis zum 16. September 2018 besuchten zahlreiche Besucher das Fest und nutzen auch hier die Chance sich über die Arbeit und Projekte des Landesverbandes, des Regionalbüros und des Elbe-Röder-Dreieck e.V zu informieren.

Sächsische Naturschutz- und Landschaftspflegeverbände legen Positionspapier zu den Vorschlägen zur neuen EU- Agrarpolitik vor

Im Juni dieses Jahres stellte die EU-Kommission ihre Verordnungsentwürfe zur neuen gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2021 vor. Das Ziel, die zukünftige Agrarpolitik zielgerichteter, flexibler und weniger verwaltungsaufwendig zu gestalten, begrüßen der Naturschutzbund (NABU) Sachsen, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Sachsen, der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) – Landesverband Sachsen und der Landesverein Sächsischer Heimatschutz. Erstmalig soll zukünftig sowohl für die Direktzahlungen an die Landwirte (sogenannte 1. Säule der Agrarpolitik) als auch für die Zahlungen für Agrarumweltleistungen, Investitionen und Unterstützung der ländlichen Entwicklung (sogenannte 2. Säule) nur noch nach einem gemeinsamen GAP-Strategieplan pro Mitgliedsstaat gefördert werden.

In einem fünfseitigen Positionspapier erheben die Verbände gegen einige der Punkte im Verordnungsentwurf zu „gemeinsamen GAP-Strategieplänen“ deutliche Einwände.

Grundsätzlich kritisieren sie in dem Papier die bisherigen Finanzplanungen für den Agrarhaushalt, die eine deutlich stärkere Kürzung der zweiten Säule der Agrarpolitik gegenüber der ersten Säule vorsehen. Dies schwächt vor allem die landwirtschaftlichen Betriebe und Bauern, die sich für eine faire Landwirtschaft engagieren und naturverträgliche Anbau- und Produktionsmethoden einsetzen. Auch der weitestgehende Verzicht auf das Festlegen von Mindestzielen ist ein Rückschritt – so soll zum Beispiel das Gebot von fünf Prozent ökologischer Vorrangflächen eliminiert werden.

Weiterhin schließt der EU-Entwurf wichtige landwirtschaftliche Tätigkeiten aus, wodurch Förderungen wegfallen und das Erreichen der Biodiversitätsziele in Frage gestellt wird. So gelten nach Vorschlag der EU Verbände und Vereine, die Biotop- und Landschaftspflegemaßnahmen umsetzen, ebenso wie Nebenerwerbslandwirte nicht als echte Betriebsinhaber. Dadurch würden diese wichtigen Akteure keine Zahlungen der 1. Säule mehr erhalten. Besonders kritisch wird gesehen, dass Dauergrünland und Dauerweiden, die auf Grund ihres kleinstrukturierten Bestandes aus Gräsern zusammen mit Gehölzinseln und feuchten Bereichen zum Schutz der Artenvielfalt von großer Bedeutung sind, weiterhin entweder gar nicht als landwirtschaftliche Flächen anerkannt werden oder die förderfähigen Flächenanteile nur mit hohem Verwaltungsaufwand und einem hohen Fehlerrisiko für den Landwirt errechnet werden können. Das steht im deutlichen Gegensatz zu der von der EU-Kommission betonten Priorität, Umwelt- und Klimaschutz zu stärken.

Von der gemeinsamen Erklärung erhoffen sich die Vereine ein Umdenken und Gegensteuern. Ab dem 15. Oktober 2018 befasst sich das EU-Parlament mit den Verordnungsentwürfen, in denen der NABU Sachsen, der BUND Sachsen, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz und der DVL Sachsen die Änderungen unterbringen wollen. Das Positionspapier haben deshalb der sächsische Europa-Abgeordnete Dr. Peter Jahr sowie der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt erhalten.
In die Diskussionen, wie die konkrete Gestaltung eines gesamtdeutschen GAP- Strategieplanes in einem föderalen Deutschland erfolgen sollte, werden sich die Naturschutz- und Landschaftspflegeverbände in Kürze ebenfalls mit konkreten Forderungen und Vorschlägen einbringen.

Das Positionspapier finden Sie hier.


Kontakt:
Christina Kretzschmar
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) - Landesverband Sachsen e. V.
Lange Str. 43, 01796 Pirna
Tel.: 03501 / 5827341, 0171 / 1003743
E-Mail: kretzschmar@dvl-sachsen.de

Hellmut Naderer
NABU Landesverband Sachsen e.V.
Löbauer Straße 68, 04347 Leipzig
Tel. 037421/22271
E-Mail: naderer@nabu-sachsen.de

Dr. Thomas Westphalen
Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.
Wilsdruffer Straße 11-13, 01067 Dresden
Tel.: 0351 / 4956153
E-Mail: astrid.sturm@saechsischer-heimatschutz.de

Christina Wittich
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Landesverband Sachsen e.V.
Straße der Nationen 122, 09111 Chemnitz
Tel.: 0351 / 874 761 40
E-Mail: presse@bund-sachsen.de

Feierliche Eröffnung der Gräfenmühle als Kreisnaturschutzstation

Bild (Schilk, LRA Zwickau)

Am 31.08.2018 wurde durch den Landrat des Landkreises Zwickau Dr. Christoph Scheurer sowie die Vorstandsvorsitzende des Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V. (LPV) Ines Liebald, ein Kooperationsvertrag zum gemeinsamen Betrieb der Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle unterzeichnet. Der Termin war gleichzeitig auch die offizielle Eröffnung der Station.


Bild (Schilk, LRA Zwickau): Unterzeichnung Kooperationsvertrag (v.l. Ines Liebald, LPV Westsachsen, Dr. Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau)

Neben Vertretern der Landespolitik, der Kommunalpolitik, Behördenvertretern sowie ehrenamtlichen und beruflichen Naturschutzakteuren waren auch Landwirte, Jäger und Förster unter den etwa 100 Gästen der feierlichen Eröffnung auf dem Hof der Gräfenmühle. Als Mitglied der Landesregierung war der Sächsische Finanzminister Herr Dr. Matthias Haß nach Neukirchen gekommen um seine Glückwünsche zu überbringen und den Willen des Landes zu bekräftigen die finanzielle Förderung der Naturschutzstationen und des Ehrenamtes auch in den kommenden Jahren fortzuführen.

Als Arbeitsgrundlage dient der Station ein umfangreiches Fachkonzept zur vielschichtigen Naturschutzarbeit. Durch die Umsetzung dieser Konzeption soll der Standort Gräfenmühle als kreisweite Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für Naturschutz weiterentwickelt werden. Schwerpunktthemen sind die Initiierung und Koordinierung praktischer Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in aber auch außerhalb von Schutzgebieten. Einen großen Stellenwert nehmen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, die Förderung des ehrenamtlichen Naturschutzes sowie die regionale und überregionale Vernetzung von Naturschutzakteuren, Landnutzern, Behörden, Kommunen und weiteren Akteuren ein.

Als sichtbares Zeichen für den Naturschutz wurden nach Vertragsunterzeichnung durch die anwesenden Politiker, Behördenvertreter und Stationsmitarbeiter verschiedene Kräuter und Blumen in den Staudengarten der Station gepflanzt. Sie bieten zukünftig Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Insekten eine wichtige Nahrungsgrundlage. Tatkräftig unterstützt wurde diese Aktion von der Naturschutz-AG der Station mit Schülern der Neukirchener Schulen.

Mit dem LPV hat der Landkreis einen erfahrenen Partner, der bereits seit seiner Gründung 1992 das Miteinander von Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunalpolitik bei seiner täglichen Arbeit praktiziert. Über das Netzwerk der sächsischen Landschaftspflegeverbände ist er dabei auch über die Landkreisgrenzen vernetzt. Seit 2017 ist der LPV als Naturschutzstation im Landkreis Zwickau anerkannt und wird mit Mitteln des Freistaat Sachsen finanziell gefördert.

LPV Westsachsen
Ansprechpartnerin: René Albani
Kontakt

Netzstelle Natura 2000 ausgezeichnet

Am 3. September 2018 wurde die "Netzstelle Natura 2000 - Entdecke Europa vor deiner Haustür" im Schloss Hartenfels als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt.

Laudatio_T.Colditz_UN_Dekade  Übergabe_Urkunde_UN_Dekade

Bilder (LPV Torgau-Oschatz) li.: Laudatio Thomas Colditz; Bild re.: Übergabe der Urkunde zum UN-Dekade Projekt (v.li. T.Colditz, Nicole Sieck, Steffen Jäger, Kai Emanuel, Dr. Hartmut Schwarze)

Die Auszeichnung wurde von Thomas Colditz (stellvertr. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag), Dr. Hartmut Schwarze (Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Abteilungsleiter Naturschutz, Klima, Immissions- und Strahlenschutz) sowie Kai Emanuel (Landrat des Landkreises Nordsachsen) stellvertretend an Steffen Jäger (Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes Torgau-Oschatz e.V., der Projektträger ist) und Nicole Sieck (Projektkoordinatorin der Netzstelle Natura 2000) übergeben.
 

Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt Urkunde_UN_Dekadeeinsetzen, und es ist das erste Mal, dass ein sächsischer Landschaftspflegeverband diese Auszeichnung erhält.

Natura 2000 kann dazu beitragen, vor Ort ein Gefühl von Stolz und Identität gegenüber der Natur vor der eigenen Haustür und dem Stellenwert regionaler Besonderheiten für den europäischen Naturschutz zu entwickeln. Mit diesem Anliegen startete der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V. 2013 im Rahmen der Kampagne „Vorhang auf für Sachsens Natur“ des DVL Landesverbandes Sachsen eine umfassende Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu Natura 2000. Der Mensch setzt bekanntlich nur für Dinge ein, die er kennt und deren Wert und Schönheit er sich bewusst ist. Deshalb war und ist es dem Landschaftspflegeverband ein besonderes Anliegen, fachlich fundiert, aber allgemein verständlich und an den Problemen vor Ort orientiert für die Belange von Natura 2000 zu sensibilisieren.

 


Neben dem Rückhalt in der Bevölkerung ist für die Umsetzung von Natura 2000 vor allem aber auch die aktive Beteiligung der Landnutzer, Grundeigentümer, Waldbesitzer, Kommunen und anderer Betroffener erforderlich. Daher vernetzt der LPV TO mit seinem Projekt insbesondere regionale Akteure aus unterschiedlichen Interessensbereichen (Naturschutz, Land-, Forst-, Wasserwirtschaft, Tourismus, Regionalentwicklung etc.) miteinander und kann sie so zunehmend als Partner für eine gemeinsame Umsetzung von Natura 2000 gewinnen.
Bei seinen vielfältigen Veranstaltungs- und Informationsangeboten arbeitet der LPV mit vielen Netzwerkpartnern wie z.B. Landwirtschaftsbetrieben, Imkern, Naturparkverein, Naturschutzgruppen und Heimatvereinen zusammen, so dass individuelle Angebote für ganz unterschiedliche Zielgruppen entstehen konnten. Auf diese Weise möchte der LPV Torgau- Oschatz Zusammenhänge in der Natur vermitteln sowie das Bewusstsein für die menschliche Verantwortung gegenüber der Natur stärken. So kann Natura 2000 als Schlüssel zur Bewahrung der biologischen Vielfalt auch ein Schlüssel zum Naturschutzverständnis bei allen Bevölkerungsgruppen sein.

Weitere Informationen zum Projekt: www.natura-in-nordsachsen.de
Mehr Informationen zur UN-Dekade: www.undekade-biologischevielfalt.de.

Besuch beim LPV Torgau-Oschatz

Bild (LPV Torgau-Oschatz): Gesprächsrunde im Klostergarten Belgern

Anfang August waren die Landtagsabgeordneten des CDU-Arbeitskreises „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“ Andreas Heinz, Volker Tiefensee, Sebastian Fischer und Ronny Wähner auf ihrer traditionellen Sommertour zu Gast beim Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V. Mit dabei war auch der Landtagsreferent des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Egbert Thierbach. Im Garten des Klosters Belgern wurden die Teilnehmer von Steffen Jäger, Vorstandsvorsitzender des LPV, herzlich begrüßt.

Christina Kretzschmar, Geschäftsführerin des DVL Landesverbandes Sachsen, stellte zunächst die aktuellen Arbeitsergebnisse im Netzwerk des DVL Landesverbandes Sachsen in Sachen Biotopverbund vor. Bisher wurden in ganz Sachsen zu 21 verschiedenen Arten, Biotope und Lebensräume ca. 120 Projekte umgesetzt und 365 Projekte werden aktuell bearbeitet. Mit diesen Ergebnissen wird belegt, dass die Kooperationsvereinbarung zwischen DVL-Landesverband und SMUL mit den DVL-RegionalkoordinatorInnen sichtbare Ergebnisse in Natur und Landschaft hervorbringt.

Cordula Volkmer berichtete über aktuelle Projekte des Landschaftspflegeverbandes Torgau-Oschatz (LPV). Seit 2013 setzt der LPV Artenschutzmaßnahmen für den vom Aussterben bedrohten Heldbock (Cerambyx cerdo) um, so wurden Brutbäume freigestellt und bisher 334 Eichen neu gepflanzt. Alleingelassen fühlt sich der LPV mit der Pflege der rund 200 Eichen, die bis 2015 gepflanzt wurden. Dafür wurden keine Fördermittel ausgereicht, aber eine Zweckbindungsfrist von 25 Jahren festgeschrieben.

Ein weiteres großes, überaus erfolgreiches Projekt ist die „Netzstelle Natura 2000- Entdecke Europa vor Deiner Haustür“, welches der LPV in der Region des Altkreises Torgau-Oschatz umsetzt. Ziel ist es, das Anliegen von Natura 2000 allgemein verständlich, fachlich fundiert und an den Problemen vor Ort orientiert zu vermitteln.
Seit 2007 ist der LPV auch als Naturschutzberater für Landnutzer (Maßnahme C.1 der RL NE/2014) in der Region unterwegs. Während in der Anfangsphase nur wenige Landnutzer und nur in bestimmten Gebieten erreicht wurden, kann seit 2016 im gesamten Altkreisgebiet Torgau-Oschatz beraten werden. Gleichzeitig hat das Interesse der Landnutzer an einer Beratung stetig zugenommen, aktuell gibt es weit über 100 Interessenbekundungen.

Neu im Rahmen des für die Landnutzer kostenlosen Beratungsangebotes ist die Möglichkeit, sich einen gesamtbetrieblichen Naturschutzplan, den sogenannten „Betriebsplan Natur“, erarbeiten zu lassen. Diese Chance hat die Kaisaer Agrargenossenschaft genutzt. Christian Müller, deren Vorstandsvorsitzender, sieht die Vorteile in der Erkenntnis an vorhandenen Arten, Schutzgebieten, Lebensräumen im Betriebsbereich und in der Empfehlung über bestimmte Nutzungsstrategien sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Er war erstaunt, was der Betrieb bereits an Naturschutzleistungen erbringt, ohne dass es den Akteuren überhaupt bewusst war.


Bild (LPV Torgau-Oschatz): Kurzer Abstecher in den Treblitzscher Park, v.l. Volker Tiefensee MdL, Steffen Jäger (LPV), Ronny Wähner MdL, Sebastian Fischer MdL, Andreas Heinz MdL, Helmut Wache (LPV)

Der Besuch endete mit einem kurzen Abstecher in den Treblitzscher Park, der auch Lebensräume für den oben beschriebenen Heldbock bietet. Ute Simon, Bauamtsleiterin der Stadt Belgern-Schildau, erläuterte kurz die Herausforderungen einer Parkpflege auf der Grundlage eines denkmalpflegerischen Konzeptes, da der Denkmalschutz bei heldbockgerechten Entbuschungsarbeiten und Eichen-Nachpflanzungen, die der LPV dort organisiert, miteinbezogen wird.

Mit Blick auf die kommende EU- Förderperiode ab 2020 wurde seitens der Praktiker vor allem Kontinuität in der Bereitstellung von Förder- und Finanzierungsangeboten für Naturschutzmaßnahmen angemahnt.

LPV Torgau-Oschatz
Ansprechpartnerin: Cordula Volkmer
Kontakt

Sächsischer Akteur erhält Deutschen Landschaftspflegepreis 2018

Unter dem Titel „Mittelgebirge stärken!“ fand in diesem Jahr der Deutsche Landschaftspflegetag vom 13. bis 15. Juli 2018 in Schnett/Thüringer Wald statt. Die bundesweit angereisten Teilnehmer aus Landschaftspflegeverbänden, Vereinen, Behörden und Akteuren aus den ländlichen Räumen diskutierten, die Herausforderungen und Chancen für die Landbewirtschaftung in Mittelgebirgen.

Der alljährliche Höhepunkt der Fachtagung ist die Verleihung des deutschen Landschaftspflegepreises.  In diesem Jahr konnte sich erneut ein sächsischer Akteur freuen:

In der Kategorie Herausragende Personen erhielt  Reinhard Heß, als Landwirt und Geschäftsführer eines Herdenzuchtbetriebs für Mutterkühe im mittleren Erzgebirge, den 1. Preis. Gewürdigt wurde dabei sein besonderes Engagement für den Naturschutz und eine naturverträgliche Landwirtschaft. Durch seine Mutterkuhherden zeigt er, wie "Schutz durch Nutzung" funktionieren kann und erhält so die mittelerzgebirgische Kulturlandschaft.


In der  historischen Kirche zu Schnett gratulierten Bodo Ramelow, Ministerpräsident Thüringens, Josef Göppel, Vorsitzender DVL, Florian Meusel, stellv. Vorsitzender DVL, sowie der Laudator Thomas Prantl vom Landschafstspflegeverband Mittleres Erzgebirge.

 

Bild (Stefan Weigelt) v.l.n.r.: Bodo Ramelow, Ministerpräsident; Reinhard Heß, Preisträger; Josef Göppel, Vorsitzender DVL; Florian Meusel, stellv. Vorsitzender DVL


Informationen über weitere Preisträger finden Sie in der Pressemitteilung des DVL.

Stellenausschreibung

Der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V. mit Sitz in Eilenburg (Landkreis Nordsachsen) sucht zwei Projektmanager(innen) in Vollzeit/Teilzeit  (gesamt 60 Wochenstunden) für o.g. Projekt.
Die vollständige Stellenausschreibung finden sie hier.

DVL war wieder dabei...

Gleich zwei Feste feierten die Sachsen im September, den Tag der Sachsen in Löbau (01.-03.09.2017) und das Landeserntedankfest in Burgstädt (30.9.-1.10.) Zu beiden Ereignissen präsentierten sich auch diesmal der DVL-Landesverband Sachsen und regionale Landschaftspflegeverbände (LPV).

In Löbau informierten und sensibilisierten die vier Regionalkoordinatoren des Landesverbandes aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen, die Besucher u.a. zum Thema Fließgewässer. Der DVL- Landesverband initiiert Maßnahmen für renaturierungsfähige Fließgewässerabschnitte zum Schutz und zur Entwicklung der Gewässer im Freistaat Sachsen.
Neben der Vermittlung von Zusammenhängen über Gewässerverlauf, -struktur und Lebensraum, konnten die Besucher vor Ort, mit Hilfe eines digitalen Kameramikroskops, sogar die tierische Kleinstlebewesen des Löbauer Wassers, vielfach vergrößert beobachten und kennenlernen. Am Stand bestand auch die Möglichkeit, Bewohner aus Bach und Fluss, wie beispielsweise Libellen und Fische zu basteln. Mit Begeisterung und kreativen Einsatz waren hier sowohl die jüngeren als auch die älteren Gäste zu beobachten.

Der regionale LPV Oberlausitz e.V. stellte unter anderem sein Projekt "Geschützte Arten und ihre Lebensräume in der Oberlausitz" vor und informierte über die regional bedeutsame Arten und Lebensräume und die Umsetzung der EU-Richtlinie Natura 2000.


Wassertiere Löbauer Wasser Wassertiere basteln

Bild (DVL) li: Beobachtung von Kleinstlebewesen des Löbauer Wassers; re: kreative Umsetzung des Thema Fließgewässer  

Zum Landeserntedankfest zeigte der LPV Mittleres Erzgebirge e.V. u.a. seine Schautafeln zum Kulturlandschaftspfad Königswalde und zum Heckenerlebnispfad im Naturpark Erzgebirge/Vogtland  und lud damit die Besucher mal wieder zu einer Wanderung in einer schönsten Gegenden des Erzgebirges ein.
Besucher konnten sich am Infostand weiterhin über die Arbeit der Regionalkoordinatoren des Landesverbandes zum Thema Biotopverbund und Lebensraum für Haselmaus informieren.

An beiden Wochenenden besuchte auch Staatsminister Thomas Schmidt den Stand des DVL-Landesverbandes und kostete bei angeregten Fachgesprächen von den selbstgebacken Kräuterkeksen. 

Landeserntedankfest Minister zum TdS

Bild (DVL) li: Besucher im Gespräch mit dem Regionalkoordinator Mittleres Erzgebirge zum Landeserntedankfest; re: Staatsminsiter Schmidt am Stand des DVL-Landesverbandes

 

 





Landschaftspflegeverbände starteten Pilotprojekt für Flüchtlinge und Migranten

Als Spezialisten im Vernetzen bemühen sich der LPV Westsachsen e.V. sowie der LPV Zittauer Gebirge e.V. über die nächsten knapp anderthalb Jahre, interessierte Migranten und Flüchtlinge im Rahmen von Orientierungspraktika an Unternehmen in der Agrarbranche zu vermitteln.

Mit dem Projekt soll einerseits die Integration der beteiligten Personen in die Gesellschaft gefördert und erleichtert werden. Andererseits können Menschen, die nach Sachsen gekommen sind und bereits in ihrer Heimat in der Landwirtschaft tätig waren oder Interesse an einer Beschäftigung in diesem Bereich haben, auf diesem Weg an die Branche herangeführt werden.   
Die Orientierungspraktika werden durch die LPV begleitet und betreut. Neben berufsbezogenen Deutschunterricht ist die Qualifizierung der Teilnehmer, vor Praktikumsbeginn, zu Naturschutzthemen, typischen landschaftspflegerischen oder land- und forstwirtschaftlichen  Arbeiten und beispielsweise im Garten- Landschaftsbau, ein wichtiger Bestandteil. Partner für die Schulungen sind hierbei die regionalen Euro-Schulen.


Träger des Pilotprojektes „Flüchtlinge und Migranten in der Landschaftspflege und in Grünen Berufen“sind zwei regionale Landschaftspflegeverbände (LPV). Gefördert wird das Projekt mit jeweils 95.000 € vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft über die Richtlinie „Besondere Initiativen“.

                      

Bild (DVL): Staatsminister Schmidt zum Projektauftakt am 20.09.2017 beim LPV Zittauer Gebirge und vorland in Johnsdorf bei Zittau