Naturschutz vor Ort: Landschaftspflegeverband im Austausch mit der Politik
Im Rahmen eines Termins zur Sommertour des CDU Arbeitskreis V - Umwelt und Landwirtschaft, des sächsischen Landtages stellte der Landschaftspflegeverband Zschopau-/Flöhatal e. V. seine Arbeitsfelder und die aktuellen Herausforderungen in der praktischen Biotoppflege und der Agrarförderung vor. Zudem wurde ein offener Brief zur aktuellen Finanzsituation im Naturschutz an Staatsminister von Breitenbuch übergeben. Der Brief wurde auf Initiative des DVL-Landesverbandes Sachsen und der Landschaftspflegeverbände erarbeitet.

Foto (DVL): Melvin Kreißig und Pauline Allnoch vom LPV Zschopau-Flöhatal und DVL Sachsen zeigen Staatsminister von Breitenbuch und dem CDU Arbeitskreis V - Umwelt und Landwirtschaft die Herausforderungen der Biotoppflege am Bespiel des Flächenkomplex am Schindelbach.
Bei der Besichtigung von drei Stationen in der Gemeinde Großrückerswalde wurden am Flächenkomplex am Schindelbach die praktische Biotoppflege und die damit verbundenen Herausforderungen erläutert. Dabei ging es unter anderem um die erschwerte Bewirtschaftung und Pflege von Biotopflächen sowie um die Anforderungen an das Personal und die damit verbundenen Personalkosten. Auch die steigenden Kosten für geeignete Technik stellen die Landschaftspflege vor zunehmende Herausforderungen. Weitere Schwerpunkte waren die Beweidung von Biotopflächen, die Verfügbarkeit und Unterhaltungskosten von Weidetieren, Förderbedingungen sowie die Wolfsproblematik am Erzgebirgskamm.

Foto: An der nächsten Station der Sommertour ging es um Feldhecken und mehrjährige Brachflächen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Pflege und Revitalisierung von Feldhecken. Dabei wurde deutlich, dass eine fachgerechte Pflege notwendig ist, um die ökologischen Funktionen der Hecken in der Landschaft langfristig zu erhalten und zu verbessern.
Darüber hinaus wurde der ökologische Wert mehrjähriger Brachflächen und die mit ihrer Wiederaufnahme in die reguläre Bewirtschaftung verbundenen Herausforderungen diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere mögliche Auswirkungen auf angrenzende landwirtschaftliche Flächen.
Abschließend wurden bestehende Probleme der derzeitigen Agrarförderung in Sachsen aus Sicht der Naturschutzberatung und der Landwirtschaft thematisiert.
Der beständige Dialog mit Landtagsabgeordneten vor Ort ist für uns ein wichtiges Anliegen. Denn es gilt, immer wieder deutlich zu machen: Öffentliche Gelder für den Erhalt unserer Kulturlandschaft sind sinnvolle Investitionen in Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft, aber auch in Lebensqualität und Attraktivität für den Tourismus und damit auch in die Zukunft des ländlichen Raums!