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Kleine Fließgewässer

Ökologische Aufwertung des Schwarzwassers

Das Schwarzwasser entspringt östlich von Gebelzig und mündet nach ca. 6 km mündet in das Dubrauker Fließ. Der Gewässerabschnitt um Groß Saubernitz ist ein technisch ausgebautes Fließgewässer mit Trapezprofil und ohne Gewässerrandstreifen. Teilweise wurden Sohle und Böschung mit Rasengitterplatten befestigt, wodurch die Fließgeschwindigkeit stark erhöht wurde. Der ökologische Zustand bzw. das ökologische Potenzial des Fließgewässers wurde mit 6 (schlecht) bewertet (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie).


Das Regionalbüro Lausitz stellte dringenden Handlungsbedarf bei nachfolgenden Punkten fest:

  1. auf langen Abschnitten kaum Beschattung und damit die Verkrautung des Wasserlaufs
  2. Massenauftreten von Neophyten – Drüsiges Springkraut (mit Tendenz zur Einwanderung auf eine geschützte Wildgladiolenfläche mit der Sumpf- Siegwurz (Gladiolus palustris)
  3. Neophyten – besonders an einer größeren Stelle ca. 50 m starkes Auftreten des Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica)

und regte die Umsetzung folgender Maßnahmen an.

Auf einem Abschnitt konnte die fehlende Beschattung durch das Zulassen der natürlichen Sukzession erreicht werden. Nur durch Unterlassung der Pflege auf einer Seite des Fließes ist inzwischen ein recht guter Baumbestand (vor allem aus Erlen) herangewachsen.  
Sehr erfolgreich verlief dagegen die Bekämpfung des Drüsigen Springkrautes. Innerhalb von 4 Jahren konnten die vorher sehr üppigen Bestände auf nur wenige Exemplare zurückgedrängt werden. Auf einer Länge von 3.000 m wurden die Bestände regelmäßig ehrenamtlich entfernt und die gefährdete Gladiolenwiese geschützt.

Der sehr schwer bekämpfbare japanische Staudenknöterich hat seine größte Ausdehnung im Bereich der Gebelziger Schule. Dort wird er über die Ortsgemeinde regelmäßig gemäht, getrocknet und über die Fernheizungsanlage entsorgt. Leider sind die Bestände trotzdem noch problematisch groß und teilweise auch schwer zugänglich.

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