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Quellbereiche

Quellbereiche sind kleinflächige Biotope, die im naturnahen Zustand immer seltener werden. Der Lebensraum und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sind durch z.B. Verbauung oder Nährstoffeintrag bedroht. Mit der Erhaltung und Entwicklung von Quellbereichen beschäftigen sich die Regionalbüros Nordwestsachsen und Oberlausitz (s. Karte). Untenstehend finden Sie eine Auswahl an bereits abgeschlossenen Projekten.

Sanierung eines Teichs in Krostitz

In Krostitz findet sich ein gutes Beispiel wie innerhalb einer Gemeinde ein Parkgelände naturnah entwickelt werden kann. Von 2015 bis 2017 wurde dort ein quelliger Teich saniert, der direkt an den Fluss Leine angrenzt. Der Teich liegt im LSG Leinetal und innerhalb eines gut genutzten Parks, der sich durch höhlenreiche Altbäume auszeichnet, wo z.B. der Rotmilan nistet und viele Amphibien nachgewiesen wurden.
 
Vor der Sanierung war der Teich sehr verschlämmt, verschmutzt und drohte umzukippen. Durch die Lage im Park und an der Leine kommt dem Teich aber eine wichtige Habitat- und Trittsteinfunktion und auch Erholungsfunktion zu. Außerdem liegt er in einem sehr quelligen Bereich und speist die angrenzenden Feuchtwiesen, die ebenfalls einen hohen ökologischen Wert als Habitat und Nahrungsquelle haben.

Deswegen wurde in Abstimmung mit dem Regionalbüro Nordwestsachsen, der Gemeinde sowie mit der unteren Naturschutz-, Wasser- und Bodenbehörde des Landratsamtes Nordsachsen der Schlamm aus dem Teich entfernt und der Abfluss saniert, um die natürliche Funktion des Gewässers zu erhalten. Mit der Sanierung wurden natürliche Uferkanten angelegt. Dieses Projekt wurde direkt über Haushaltsmittel der Gemeinde finanziert.

Weiterführende Maßnahmen wie Nachpflanzungen um den Teich sind geplant, um den Bereich noch naturnaher zu gestalten. Aus der angrenzenden Leine sollen Gitterplatten entfernt werden, um eine natürliche Sohle zu fördern. Weitere Entwicklungsmaßnahmen der Leine, wie die Mäandrierung einzelner Bereiche sind bereits in der Planung und werden vorbereitet.
Außerdem sollen die Schüler der anliegenden Oberschule „Am Leinepark“ in die Pflege und Entwicklung mit einbezogen werden und ggf. eine Naturschutzstation gegründet werden.

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