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Gewässer, Klimawandel und Naturschutz – Öffentlichkeitsarbeit im Altkreis Torgau-Oschatz

Der Klimawandel verändert die Wasserverfügbarkeit und stellt neue Anforderungen an unsere Gewässer. Dies stellt uns vor große Herausforderungen und macht zukunftsfähige Lösungen erforderlich. Um dem zu begegnen, verbindet der DVL Sachsen e. V. seine Öffentlichkeitsarbeit mit konkreter fachlicher Beratung und praktischen Maßnahmen vor Ort.

Foto (DVL): Exkursionsimpressionen

Neben der Beratung zu komplexen Fragestellungen der Gewässerunterhaltung steht insbesondere die Umsetzung niedrigschwelliger Gewässerentwicklungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die ökologische Funktion unserer Gewässer zu stärken, natürliche Lebensräume zu verbessern und sie widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Im Altkreis Torgau-Oschatz konnten in den Jahren 2025 und 2026 bereits acht praktische Maßnahmen und sieben komplexe Beratungen umgesetzt werden. Ergänzend dazu fördern Veranstaltungen und Exkursionen den fachlichen Austausch.

Den Auftakt unserer Öffentlichkeitsarbeit im September 2026 bildete am 2. September 2026 ein Vortrag beim DWA-Gewässer-Nachbarschaftstag Elbe-Mulde in Cavertitz, OT Außig. Dabei stellten wir umgesetzte Gewässerentwicklungsprojekte im Altkreis Torgau-Oschatz vor und gaben Einblicke in praktische Maßnahmen und Erfahrungen vor Ort.

Am gleichen Tag fand in Dreiheide OT Weidenhain ein gemeinsames Gespräch mit dem Naturpark Dübener Heide und dem Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, statt. Im Mittelpunkt standen die zukünftigen Herausforderungen im Wassermanagement und die Frage, wie angesichts des Klimawandels ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser gestaltet werden kann.

Am 5. September 2026 beteiligten wir uns mit Angeboten zur Umweltbildung am Tag der offenen Tür bei Fernwasser Torgau. Dabei vermittelten wir anschaulich die Bedeutung des Wassers für Mensch und Natur und sensibilisierten für einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser wertvollen Ressource.

Auch der fachliche Austausch über naturnahe Gewässer und deren Entwicklung spielte eine wichtige Rolle. Am 16. September 2026 wurde die Projektarbeit auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e. V. (DGL) in der Session „S21: Karriere in der Limnologie/Careers in Limnology“ vorgestellt. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die Arbeit des Projekts einem Fachpublikum näherzubringen und sich mit Fachleuten aus der Limnologie auszutauschen.

Am 17. September 2026 wurde dieser Austausch bei der Tagung „Naturnahe Gewässer in Kommunen – Praxisbeispiele und Lösungsansätze“ im Technologie- und Gründerzentrum fortgeführt. Auf dem Podium des BUND Sachsen e. V. brachten wir unsere Erfahrungen ein und diskutierten Praxisbeispiele sowie mögliche Lösungsansätze für eine naturnahe Gewässerentwicklung in Kommunen.


Foto (DVL): Exkursionsimpressionen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die direkte Auseinandersetzung mit unseren Gewässern vor Ort. Am 27. September 2026 fand unsere Exkursion zum Thema Fließgewässer an der Roten Furt und am Schwarzen Graben in Torgau statt. An einem wunderschönen, sonnigen Herbsttag beschäftigten wir uns an sieben verschiedenen Stationen mit den Auswirkungen des Klimawandels und den Veränderungen des Wasserdargebots. Die Untersuchung des Makrozoobenthos – der wirbellosen Kleintiere am Gewässergrund – in der Roten Furt veranschaulichte eindrucksvoll, wie eng die Zusammensetzung einer Lebensgemeinschaft mit den ökologischen Bedingungen ihres Lebensraums verbunden ist. Darüber hinaus diskutierten wir, welchen Einfluss menschliches Handeln auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen hat. Denn jede und jeder Einzelne kann durch bewusste Entscheidungen im Alltag einen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz leisten.

Die verschiedenen Aktivitäten verdeutlichen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Naturschutz, Kommunen, Politik und Öffentlichkeit ist. Fachliche Beratung, konkrete Gewässerentwicklungsmaßnahmen und Umweltbildung ergänzen sich dabei: Sie schaffen die Grundlage, um ökologische Herausforderungen zu verstehen, geeignete Lösungen zu entwickeln und diese vor Ort umzusetzen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und das gemeinsame Engagement. Wir freuen uns darauf, auch bei zukünftigen Veranstaltungen Wissen zu vermitteln, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam weitere Perspektiven für den Gewässer- und Naturschutz zu entwickeln.

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